2.3 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Aktivseite der Gesellschaft wird nachhaltig vom Anlagevermögen geprägt.

Das Bauträgergeschäft erfolgt gegenwärtig auf innerstädtischen Grundstücken.

Im Geschäftsjahr 2019 hat sich das Anlagevermögen wie folgt entwickelt:

Entwicklung Anlagevermögen 2019 2018 Veränderungen
  T€ % T€ % T€
Stand am 01.01. 1.221.011 99,3 1.203.277 98,5 17.734
Investitionen 38.311 3,1 41.390 3,4 - 3.079
Abschreibungen - 24.273 - 2,0 -24.246 -2,0 - 27
Verkaufsabgänge - 5.244 - 0,4 -7.419 -0,6 2.175
Zuschreibungen/Umbuchungen 0 0 8.009 0,7 - 8.009
Stand am 31.12. 1.229.805 100,0 1.221.011 100,0 8.794

Die Bautätigkeit im Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr um € 5,1 Mio. auf € 9,8 Mio. verringert. Daneben werden unter den „Grundstücken mit fertigen Bauten“ in Höhe von € 1,7 Mio. (Vorjahr: € 1,7 Mio.) zum Immobilienhandel bestimmte Wohnimmobilien ausgewiesen.

Auf der Passivseite hat sich das bilanzielle Eigenkapital durch das erzielte Jahresergebnis – unter Berücksichtigung einer Dividendenausschüttung von 23,5 % (auf das gezeichnete Kapital) für das Vorjahr – um € 23,0 Mio. (Vorjahr: € 20,8 Mio.) auf € 350,5 Mio. (Vorjahr: € 327,5 Mio.) erhöht.

Die Eigenkapitalquote liegt bei 27,3 % (Vorjahr: 25,6 %). Unter Berücksichtigung der stillen Reserven in den Immobilienbeständen liegt die Eigenkapitalquote bei rd. 52,4 % (Vorjahr: 49,5 %).

Die Rückstellungen betragen unverändert € 22,3 Mio. (Vorjahr: € 22,3 Mio.).

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 19,0 Mio. (Vorjahr: € 18,4 Mio.) sind weiterhin im Wesentlichen Vorsorgepositionen für Verpflichtungen für Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen und die Ablösung der Altersvorsorgeverpflichtungen der Zusatzversorgungskasse des KVBW enthalten.

Die Verbindlichkeiten haben sich um € 21,7 Mio. auf € 906,3 Mio. (Vorjahr: € 928,0 Mio.) verringert. Wesentlich ist hierbei die Verringerung der Erhaltenen Anzahlungen von Käufern von Bauträgerprojekten um rd. € 15,6 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern haben sich im Geschäftsjahr um rd. € 7,2 Mio. reduziert.

Die Vermögenslage der GWG-Gruppe ist geordnet.

2.3.2. Finanzlage

Die Entwicklung der Liquidität ergibt sich aus der Kapitalflussrechnung.

T€ 2019 2018
Cashflow nach DVFA/SG 53.303,7 45.033,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 64.956,7 72.970,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -38.754,7 -42.114,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -26.103,9 -22.124,8
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 98,1 8.730,5
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -15.340,0 -24.070,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -15.241,9 -15.340,0

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (€ 65,0 Mio., Vorjahr: € 73,0 Mio.) im Geschäftsjahr 2019 reichte aus, um den planmäßigen Kapitaldienst (€ 32,1 Mio.) zu decken; es verbleibt aus diesem Bereich ein Cashflow-Überschuss von € 32,9 Mio. zur Refinanzierung von Investitionen und zur Erbringung von Sondertilgungen.

Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit sind Auszahlungen für Investitionen (€ 38,4 Mio.) sowie Einzahlungen aus Anlagenabgängen (T€ 14,8) enthalten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (€ 26,1 Mio., Vorjahr: € 22,1 Mio.) wird im Wesentlichen bestimmt durch Kreditaufnahmen, den planmäßigen Kapitaldienst sowie Sondertilgungen. An die Aktionäre der GWG AG wurde eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2018 in Höhe von € 2,9 Mio. vorgenommen.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus liquiden Mitteln, vermindert um jederzeit fällige Kontokorrentverbindlichkeiten, zusammen. Er hat sich um € 0,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr verbessert (Vorjahr: € 8,7 Mio. erhöht).

Die Finanzlage ist geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtszeitraum jederzeit gegeben.

Der Vorstand der GWG AG beurteilt die wirtschaftliche Lage der GWG-Gruppe positiv.