6.1 VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN

Aufgrund der schwächeren Konjunktur ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 um nur noch 0,6 % gestiegen. Für das Jahr 2020 rechnet die Deutsche Bundesbank mit einem Anstieg von 0,6 %.

Insbesondere die Wohnungsmärkte in den wirtschaftsstarken Metropolregionen sind als stabil einzuschätzen. Unverändert ist eine hohe Nachfrage von Mietern, Eigennutzern und Kapitalanlegern festzustellen. Inwieweit sich eine mögliche weitere Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes sowie die Folgen der Transformation zur E-Mobilität negativ auf die Automobilbranche in Baden-Württemberg als dem wichtigsten regionalen Wohnungsmarkt der GWG-Gruppe auswirken werden, bleibt abzuwarten. Als eindeutig nachteilig ist die weitere Verschärfung der Mietgesetzgebung zu beurteilen, da sie die Umsetzung künftiger Mietsteigerungspotenziale und auch die Möglichkeiten im Zusammenhang mit Modernisierungen insgesamt begrenzt. Die Entwicklung in der Energie- und Steuergesetzgebung bleibt abzuwarten.

Unter der Annahme unveränderter steuerlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen geht die GWG AG von einer positiven Geschäftsentwicklung aus.